Samstag, März 20

Fragen des Alltags ...

Fragen über Fragen. Tagtäglich sehen wir uns mit den verschiedensten Fragen konfrontiert. Aber ... sollen wir von uns überhaupt noch eine Antwort verlangt ? Müssen wir uns überhaupt noch Gedanken machen über das was in unseren Köpfen vorgeht ?
Was hat es für eine Bedeutung wenn sich uns eine Frage stellt ?
Nehmen wir einmal das Beispiel :
Du bist unterwegs in der Bahn. Zur Schule, Arbeit, zu Freunden ... wo hin du halt gerade möchtest. Du bist in Gedanken versunken, hörst
vielleicht Musik. An der nächsten Station steigt jemand in die Bahn ein. Es ist einer der ach so zahlreichen Straßenmagazinverkäufer, die sich ihr Leben nur dadurch finanzieren kleine Zeitschriften zu verkaufen. Und schon beginnt er mir seinem üblichen einstudierten Text "Ich verkaufe das Straßenmagazin ..." ...
Viele Menschen hören ihnen schon garnicht mehr zu. Schon
allein in dieser kurzen Situation stellen sich einem viele Fragen. "Soll ich ihm etwas Geld geben ?" ... "Was würde er mit dem Geld machen ?" ... "Bin ich der einzige der ihm etwas geben möchte ?" ... "Helfe ich ihm damit überhaupt ?" und viele andere Fragen. Natürlich stellt sich auch jeder andere Fragen.
Aber erkennt man nicht an diesem Beispiel, dass schon eine kleine Situation, ein winziger Ausschnitt aus einem "jedermann-"Leben, eine ganz schöne Menge an Fragen aufwirft !?
Wir stellen uns ständig Fragen. Von Morgens wenn wir aufwachen, bis Abends wenn wir schlafen gehen. Ist das falsch sich so viele Fragen zu stellen ? Ist es falsch wenn man nicht auf alle eine Antwort hat und es
trotzdem hinnimmt ?
Natürlich kann ich nicht behaupten zu wissen, was die Antworten auf alle diese Fragen sind.
(Ich möchte anmerken, das hier schon wieder Fragen gestellt werden, die sich von den oben genannten garnicht so unterscheiden)
Ich kann nur versuchen darzulegen was ich denke, was ich vermute.
Zuerst einmal widme ich mich der Frage : Warum ?
Warum stellen wir uns diese Fragen ? Warum stellen wir uns überhaupt Fragen ?
Nun ... Wir merken es
vielleicht nicht, weil wir uns so daran gewöhnt haben, dass unser Kopf es inzwischen von alleine tut. Aber wir stellen uns eigentlich Rund um die Uhr Fragen, ich möchte sogar behaupten in unseren Träumen widmen wir uns offengebliebenen Fragen und stellen neue dazu. Bedenkt man die, kommt es einem doch recht seltsam vor das der Mensch fragt, ohne anscheinend wirklich eine Antwort zu erwarten.
Ich vermute :
All diese Fragen sind nur eine Projektion unseres
Denkens. Wir sind unser ganzes Leben, jeden Tag, schon jede Sekunde mit Entscheidungen konfrontiert. Sie setzt unser Leben voraus. Wir stehen ständig vor der Wahl. Schon jeder Atemzug ist eine Entscheidung. "Soll ich atmen ?"
Schon wieder eine Frage ! Doch diese Frage hat sich wahrscheinlich kaum jemand schonmal einfach so gestellt. Was aber wohl daran liegt, dass es für uns so selbstverständlich ist zu atmen. Bei selbstverständlichen Sachen, Situationen neigen wir nicht mehr dazu uns die Frage direkt zu stellen. Weil wir sie uns wahrscheinlich eh schon unglaublich oft
gestellt haben. Bedenkt man das man sich die Frage "Soll ich atmen ?" bei jedem Atemzug stellt, sei es auch nur unbewusst, so kommt man auf eine schier endlose, stets weitersteigende gigantische Zahl an Fragen. Und alles dieselbe. Erscheint es da nicht sinnvoll sie nicht mehr direkt zu stellen ?
Aber unterbewusst stellen wir sie uns weiter. Wir bleiben weiterhin mit der Entscheidung konfrontiert.
Wir überprüfen durch all unsere Fragen wohl unser eigenes Denken. Wir versuchen Sachen, Situationen einzuschätzen und zu bewerten, wir nehmen Alltägliches
auseinander und überprüfen es. Und das tun wir sogar vollkommen unbewusst !
Nicht nur bei Entscheidungen die uns selbst betreffen. Durch die
Empathie, die Kraft "Mitzufühlen" und uns in andere hineinzuversetzen um sie zu verstehen, versetzen wir uns in andere und bewerten auch was wir an ihrer Stelle tun würden.
An dieser Stelle möchte ich den Begriff der Gewissens einbringen. Das Gewissen ist sozusagen unser "
Bewertungszentrum". Unser Gewissen sagt uns, ob wir uns richtig oder falsch entschieden haben oder es werden. Jeder kennt bestimmt das mulmige Gefühl im Magen, wenn wir etwas getan, gesagt oder gedacht haben das wir bereuen. Das tut unser Gewissen. Es sagt uns wie wir selbst darüber denken. Betrachtet man es mal ganz nüchtern, haben wir in unserer Brust ein zweites ich, das uns sagt wie wir selbst denken. Können wir uns das nicht selbst sagen ?
Nein. Denn wie oft sagen wir uns selbst das wir etwas so sehen wollen, so denken wollen oder gar so fühlen wollen, obwohl wir eigentlich wissen das wir garnicht so denken und fühlen !? Wir verleugnen uns vor uns selbst, aus Angst zu genau darüber nachzudenken, von uns selbst gesagt zu bekommen das es falsch war. Darum brauchen wir ein Gewissen. Jemanden der haargenau denkt wie wir, aber bei jeder
Entscheidung und Bewertung unvorbehalten bleibt.
Und eben jenes Gewissen lässt uns auch mit anderen mitfühlen. Wenn wir jemanden sehen, dann sagt uns unser Gewissen "
Denk doch mal drüber nach ! Wie würde es dir denn gehen ?".
Durch das Gewissen stellen wir uns Fragen und beantworten sie uns selbst.
Um auf die Frage zu
Beginn einzugehen : "Warum stellen wir uns noch Fragen, wenn wir sie anscheinend sowieso nicht beantwortet haben wollen ?"
Vielleicht stellen wir uns die Fragen, denken darüber nach, kommen zu einem Ergebnis, bewerten dieses und legen es dann zu Seite !?
Woher sollte sonst unsere Meinung über so einiges kommen ?
Unsere Meinung ist doch nur das Ergebnis unserer Gedanken über etwas. Wir haben Angst vor jemandem, weil wir zuvor schon einmal jemanden ähnliches gesehen haben, darüber nachgedacht haben ob er einem etwas tun könnte. Wir sind zu dem
Schluss gekommen das er das sehr wohl könnte, also haben wir es unbewusst abgespeichert. Und all das ist passiert ohne das wir es mitbekommen haben. Also warum sollte das nicht mit allen Fragen passieren die wir uns stellen !?
Wahrscheinlich beantworten wir sie uns selbst.
Vielleicht beantworten wir sie uns falsch, vielleicht garnicht vollständig, aber wir tun es.
Wir können also sicher sein das unser Kopf alles daran setzt uns mit uns selbst in Einklang zu bringen.




2 Kommentare:

  1. nich schlecht

    Daumen hoch

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  2. Wirklich stark wie du dich damit auseinandersetzt, doch solltest du mehr persönliches Empfinden hinein bringen und nicht so allgemein schreiben. Deine persönlichen Gedanken und Eindrücke zu dem Thema, für das du dich beschäftigst, würde dem Ganzen eine Note mehr Charme aufdrücken.

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