Jeder hat wohl mindestens eine Person der er vertraut. Jeder hat wohl einen Menschen, dem er sich öffnen kann, dem er alles erzählen kann, ohne Angst haben zu müssen das es kurze Zeit später gleich jeder weis.
Aber warum brauchen wir so jemanden ?
Warum müssen wir jemanden mit unseren Problemen belasten ?
Und ... warum hören wir solchen Geschichten zu ?
Nun in erster Linie hat schon mal jeder Mensch das Bedürfnis anderen Menschen nah zu sein. Der Mensch will Zuneigung spüren. Wir sind immer auf der Suche nach Leuten, die uns verstehen.
Wir wollen nicht allein sein.
Wenn wir jemandem zuhören ... tun wir ihm damit nicht einen großen Gefallen und geben ihm ein Gefühl der Sicherheit ? "Ich bin für dich da" ist wohl ein sehr häufiger, aber dennoch immernoch wertvoller Satz. Ein Versprechen des Vertrauens.
Das Problem ist : Woher sollen wir wissen das wir dem anderen vertrauen können ? Neigen manche nicht dazu zu tratschen oder nur mit einem Ohr zuzuhören ?
Hier spielt das Vertrauen eine wichtige Rolle. Man muss dem anderen schon die Chance geben sich zu beweisen. Es bringt nicht nur der der zuhört eine Leistung, wie viele denken würden, sondern der der erzählt hat eine genauso schwere Last zu tragen. Um wirklich über etwas reden zu können braucht es Vertrauen von beiden Seiten. Das heisst der Erzähler muss sicher sein das er dem Zuhörer vertraut, der Zuhörer muss wiederum sicher sein das der Erzähler ehrlich ist.
Und warum haben wir jetzt das Bedürfnis uns anderen zu öffnen ?
Hm ... das ist wahrlich keine leichte Frage. Denn eigentlich scheint es ja töricht, einem anderen seine tiefsten Geheimnisse, Probleme und Gedanken preiszugeben. Wie eben schon erwähnt muss man jemanden finden dem man vertraut. Diese Person ist für einen, dann so eine Art Fackel in der Dunkelheit. Ist es nicht beruhigend zu wissen "Der hört mir zu!" !?
Wir Menschen neigen dazu uns zu binden. Und hiermit ist nicht die "Liebe" gemeint, denn das wäre ein wohl viel größeres und ausartenderes Thema. Hiermit meine ich vielmehr Zuneigung. Wir neigen dazu uns an Menschen zu binden, die uns wichtig sind. Wenn man jemanden gern hat, möchte man für ihn da sein und auch das er für einen da ist. Man möchte sich regelrecht an ihn Ketten. Und was verbindet zwei Menschen stärker als sämtliche Ketten der Welt ? Vertrauen. Auf ihr basiert nunmal der größte Teil unserer Gefühle. Hat man jemanden gefunden, dem man vertrauen kann, fühlt man sich erleichtert.
Und wie erlangt man dann dieses Vertrauen ?
Vertrauen ist wahrlich nichts das man sich mal eben schnell am Laden an der Ecke besorgen kann (es wäre ja zu schön). Vertrauen ist auch nichts was man sich von heute auf morgen einfach so verdienen kann.
Wie kann man einen Menschen also dazu bringen einem zu vertrauen ?
In dem man selbst vertrauen aufbringt. Wenn man sich jemandem öffnet und es ernst meint, dann vertraut man ihm und zeigt ihm auch das man ihm vertraut. Einen größeren Beweis dieser Zuneigung gibt es wohl kaum.
Aber eine solche "Beziehung" zueinander darf auch nicht einseitig sein. Ich selbst mache viel den Fehler das ich Leuten mehr zu höre als das ich ihnen anvertraue. Ich liebe es zwar Menschen zuzuhören und zu versuchen ihnen bei ihren Problemen zu helfen, aber ich mache mich oft selbst damit kaputt. Andersherum genauso. Wenn jemand nur erzählt, fühlt er sich vielleicht erleichtert es jemandem erzählt zu haben, aber er wird keine so große Erfüllung finden, wie wenn er sich nicht auch um den anderen sorgt.
Wir sind zu sehr dafür gemacht uns anderen anzuvertrauen und anderen die Möglichkeit zu geben sich uns anzuvertrauen.
In einer guten "Beziehung" zueinander, wird der eine wahrlich einmal mehr reden als der andere, aber sicher nicht für lange, denn wir haben wohl kaum irgendwann nicht irgendwelche Sorgen, Fragen oder Probleme.
Könnte man jetzt nicht behaupten "Dann haben wir diese Probleme wohl nur, damit wir sie anderen erzählen können".
Auch das ist eine Überlegung die ich selbst schon oft hatte. Aber hier wird zu hoch nach dem Sinn gefragt als das man es einfach so erklären könnte.
Die werde ich wohl an anderer Stelle weiter angehen.
Aber fürs erste können wir nur sicher sein das wir Menschen brauchen denen wir vertrauen. Denn geht man nicht optimistischer durch den Tag wenn man weis "Da wartet jemand auf mich" !? ...
es gibt einen Weg sich das vertrauen eines jeden Menschen auf der Stelle zu sichern: denn Studien haben festgestellt das wenn man Menschen all ihrer Bindungen entreisst und sie isoliert sie sich nach nur wenigen Tagen einem anvertrauen, jedoch nennt sich sowas dann weiße Folter udn das ist illegal^^
AntwortenLöschenAusserdem haben Tests mit Isolation auch festgestellt, dass Einsamkeit (ob Folter oder gesselschaftliche Isolation) schwerwiegende Folgen für körper und Geist hat!