Es gibt vieles, das einen in den Wahnsinn treiben kann.
Es gibt nur allzuvieles, das einen vor Fragen stellt.
Es gibt vieles, das einem bekannt vorkommt.
Aber es gibt nur einen Menschen.
Hallo erstmal. Ich bin (wie man sieht) endlich wieder dabei zu schreiben. Hurra für die 2-3 Menschen da draußen die es interessiert ;D
Ich habe mich nicht nur dazu entschlossen, endlich mal wieder meinen inneren Schweinehund zu überwinden und mich mal wieder an die Tastatur zu schwingen um etwas zu schreiben, ich habe mich für und gegen vieles entschieden.
Mir ist mal wieder aufgefallen, dass sich Personen einfach verändern und wie sehr man sich selbst verändern kann, wenn es auch nur die kleinsten Anstöße dazu gibt.
Und ich bin immer noch der Meinung das es wirklich erschreckend ist, wie sehr das manchmal doch der Fall ist. Aber wenn ich nun hier auf meinem Bett liege, die Tastatur auf dem Schoß, den Bildschirm beobachtend, auf dem sich langsam Stück für Stück immer mehr Worte zusammenfinden, gelegentlich einen beschämten Blick auf meine Schultasche werfend, in der sich noch zu erledigende Aufgaben befinden, über mich, mein leben, die Welt und über das was ich schreiben will nachdenke, dann stelle ich fest : Verdammt kann ich ein Idiot sein !
Ich stelle einmal wieder fest, wie sehr ich mich verändert habe. Aber dieses mal nicht zum besseren oder einfach "anders". Für meine Auffassung einfach nur negativ. Ich habe Dinge getan und tue Dinge, auf die ich einfach nicht stolz bin.
Ein deprimierendes Gefühl. Aber wenigstens kann ich froh sein, dass ich wenigstens meine Begeisterung dafür, mich in Themen zu vertiefen und über sie zu schreiben nicht verloren habe.
Glück für mich, da ich nun wieder eine Art "Selbst-Therapie" gefunden habe. Pech für euch, weil ihr euch diese ewig langen Texte antun müsst. :P
Aber vorerst genug von mir und meinem nervig komplizierten und trotzdem langweiligen Leben. Denn das werdet ihr so oder so noch in den Texten zu hören bekommen.
Ich nehme mir jetzt einfach vor wieder öfter zu schreiben und auch möglichst aktuell zu bleiben. Klingt vielleicht nicht so viel versprechend, wenn man bedenkt das ich das schon oft getan habe, aber ich hänge mir dieses Mal einfach einen Zettel über den Monitor, dann erinnert mich immer etwas daran das ich schreiben möchte und mein schlechtes Gewissen erledigt den Rest. ;D
Was will ich überhaupt ?
Als ich eines Morgens aufwachte, war das erste das mir in die Augen fiel, der Blick auf das offene Fenster, oder vielmehr auf das Bild dahinter. Ein inzwischen so üblicher grauer, regenverhangener Tag blickte mir entgegen.
Und so schlichen sich sofort die ersten Gedanken in meinen Kopf.
"Eigentlich will ich doch garnicht aufstehen !"
Um die trüben, nutzlosen Gedanken zu vertreiben, drehte ich mich um, in der Hoffnung die Augen noch für einen Moment schließen zu können.
Doch das prickelnde, eisige Gefühl der Luft, die aus dem offenen Fenster hereinströmte, und die nicht gerade motivierenden Ziffern auf der Uhr, taten ihr bestes, um mir dies gleich wieder auszutreiben.
"Es stimmt eigentlich. Ich will garnicht aufstehen."
Mit einem müden Seufzen, einem letzten Strecken und einem leichten Flimmern vor den Augen schob ich die Decke beiseite und setzte mich auf.
Ein Zischen entfuhr meinen zusammengepressten Lippen, als mich die Eiseskälte in der Luft und auf der anderen Hälfte des Lakens wie ein Schlag trafen. Ein leichter Schauer lief über meine Haut.
"Die Tage werden auch nicht angenehmer. Ein weitere Grund eigentlich, einfach liegen zu bleiben. Verdammte Kälte ! Ich will wieder unter die Decke."
Mit einem halb verzweifelten Seufzer, lies ich mich wieder auf das Bett fallen und wickelte mich wieder in meine Decke ein. Obwohl sie inzwischen von der Luft schon wieder ausgekühlt war, gab sie mir ein angenehmes, beruhigendes Gefühl. Mit einem gemütlichen Schmatzen schloss ich die Augen.
"Dann geh ich halt 10 Minuten später los. Das macht auch keinen Unterschied"
Während ich sehnsüchtig an alle möglichen Träume dachte, die es sich lohnen würde zu träumen, lief die Zeit um mich herum, wie in Zeitlupe. Meine Gedanken schweiften umher, wie es die Sträucher in Western gerne tuen. Nur die anschliesende Schießerei schien nicht zu erwarten zu sein.
Ein leiser Lacher entfuhr mir, als ich darüber nachdachte, was für unzusammenhängende und abwegige Metaphern ich doch manchmal verwendete.
"Eigentlich muss ich doch noch anderthalb Seiten schreiben. Und das muss in der dritten Stunde fertig sein. Das kann ich nicht eben schnell in der Pause machen."
Mit einem langgezogenen Gähnen wälzte ich mich noch ein wenig hin und her.
Meine Gedanken schweiften immer nur kurz zu meinem schlechten Gewissen.
Die restliche Zeit aber, hatte ich kaum einen anderen Gedanken als:
"Was will ich denn eigentlich ?"
In diesem Moment schien es mir ganz einfach : Liegen bleiben können.
Doch umso mehr ich mich mit dem Gedanken auseinandersetzte, umso mehr hatte ich das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.
Mich beschlich das übliche melancholisch, gedankenverlorene Gefühl, welches mich eigentlich immer beschleicht wenn ich über irgendetwas nachdenke.
Ich drehte mich auf den Rücken, die Decke zur Hälfte noch um mich geschlungen und starrte an die Decke meines Zimmers.
"Was will ich eigentlich ?"
Die Kälte die mich langsam beschlich, spürte ich schon garnicht mehr.
"Was muss ich eigentlich ?"
Die Zeit begann wieder, wie in Zeitlupe voranzuschreiten.
"Warum sollte ich etwas tun, was nicht meinen eigentlichen Wünschen entspricht ?"
Das klappern des Geschirrs, das mich geweckt hatte, war für mich unglaublich weit entfernt.
"Was will ich eigentlich !? ... und wenn ich jetzt sage, das ich zum Beispiel liegen bleiben will, woher weis ich dann, dass ich das wirklich möchte ? Ich meine sollte nicht jeder, nach seiner Persönlichkeit, entscheiden WAS er zu tun und zu lassen hat ? Aber wie sollte jeder tief genug in seine Persöhnlichkeit eintauen, um herauszufinden was er wirklich will ? Ich meine es doch eines der größten Probleme, dass alle nur noch oberflächlich denken. Sie sagen nur noch ,, ich will das" weil sie es so gewöhnt sind, oder weil es das Nahliegenste ist. Wer hat zum letzten mal darüber nachgedacht, was er wirklich, "wirklich", WIRKLICH will. Eigentlich schon komisch, dass es dafür noch nicht mal mehr richtige Worte gibt. Was ist denn die tiefste Motivation die uns heutzutage noch antreibt ? Ich meine es ist doch eigentlich kein bisschen auf irgendeine Weise ein Antrieb wenn man in die Zukunft guckt, und ich einzig und allein darüber Gedanken macht, wie man einen Job findet und durchs Leben kommt. Als wäre das Leben etwas, das man ,,durchhalten" müsste. Als ob man es einfach nur hinter sich bringen will. Aber warum denken, selbst Kinder so ? Warum kriegen schon Kinder die Frage gestellt ,,Was willst du denn mal werden ?" Natürlich frage ich mich das auch, aber alles was ich antworte, ist einfach nur so dahingeworfen, nach dem was ich angeblich gut kann und was mir Spaß macht. Wie soll denn bitte ein Kind wissen, wie es denken kann, wie es denkt, über sich selbst und alles mögliche andere, und besonders auch andere ? Wie soll ein Kind das können, wenn es in eine Welt geworfen wird, die keinen Wert darauf legt, was die Person selbst will, sondern nur darauf, wie sie am besten durchs Leben kommt ? Verdammt wieso denke sogar ICH so !? Die Welt, nein, die Gesellschaft setzt doch vollkommen falsche Akzente ! Den Menschen ist die Fähigkeit verloren gegangen, sich selbst zu finden. Sie bezeichnen sich als ,,intelligentes Leben" und verstehen noch nicht mal selbst. Wenn ihr mich fragt, dann zeichnet sich das Wesen "Mensch" dadurch aus, dass es auf eine Art und Weise denken kann, wie wir es tagtäglich tun. Aber nicht nur das, es zeichnet sich durch viel mehr aus. Wir können viel weiter denken, wir können uns viel mehr Gedanken machen. Wir sind einfach nur von der Gesellschaft und vom trüben Alltag, so unglaublich abgestumpft, das wir es kaum noch versuchen. Und wenn wir uns so verändern, dann verändern wir auch unsere Kinder und sie übernehmen diese Denkweise. Und so geht über Generationen verloren, was es heist "Was ich will" Und es ist so verdammt schade. Aber was kann eigentlich eine einzelne Person groß dagegen ausrichten ? "
Ich warf einen gedankenverlorenen Blick aus dem Fenster. Der graue Himmel hatte begonnen in feinen Tropfen herab zu nieseln.
Ich stand mit geistesabwesendem Blick auf, zog mir schnell etwas über, ging ins Wohnzimmer und setzte mich an den Tisch.
Meine Mutter hatte bereits, wie fast jeden Morgen, ein kleines Frühstück für uns beide vorbereitet.
Ich schloss meine ausgekühlten Hände um die dampfende Tasse, die mein Lebenselixier enthielt.
Die liebevollen Augen meine Mutter, wirkten ebenfalls müde.
,,Was ist denn los ? Du siehst ein wenig traurig aus. Schlecht geschlafen ?"
Ich merkte wie sich ein schwaches Lächeln auf meinen Mund stahl.
,,Nein, Nein" Ich hob die Tasse ein Stück an.
,,Ich weis ... ich weis nur nicht, was ich will"
Ich nahm einen Schluck und spürte wie sich der warme Kaffee und mit ihm das warme Gefühl langsam in mir ausbreitete.
Ich dachte an ihre weichen Lippen.
"Naja auch wenn ich es nicht wirklich will, aber der Tag kommt. Und auf irgendetwas kann man sich immer freuen. Und dann wenn man es hat, merkt man, was man wirklich will."
Also Jopa dafür das du lange weg warst, scheint es so als ob du irgendwie trainiert hast aber egal
AntwortenLöschenDu hast in gewisser Weise recht. DIe Frage nach dem eigentlichen "wollen" stellen wir uns viel zu selten und wenn beantworten wir sie meinst nur oberfächlich. Aber die Frage ist ob wir das überhaupt wissen können da wir die Zukunft überhaupt nciht kennen und somit nicht abwiegen können welche Entscheidung jetzt besser wäre. Wir können nur hoffen das wir das richtige tun, somit das wir dadurch glücklich werden. Wir müssen aber auch schauen was gut für uns ist, ich mein deswegen gehe ich teilweise noch zu einigen Kursen, ich will später mal studieren und dann auch arbeiten, somit brauche ich ein Abitur und deswegen stehe ich manchmal überhaupt aus dem Bett auf und gehe zur Schule.
Das mit dem "durchs Leben kommen" lässt sich auf das Jenseits-Bild vieler zurückführen. Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen das wir wissen wollen wohin wir gehen und die meisten gehen davon aus das wir uns durch dieses Leben durchquälen müssen um dann zu einem besseren Leben(Himmel) zu kommen. Das ist uns vom Christentum u.a. geblieben. Ich für meinen Teil gehe davon aus, das das weiße Licht das MEnschen vor ihrem Sterben sehen eine chemische Reaktion im Gehirn ist, während die Türen dort so langsam zu geht, d.h. das ich weder an einen Himmel noch an etwas verlgeichbares glaube. Ich denke das wir nur dieses Leben haben und danach kommt nichts! Wir werden zu dem was wir schon die ganze Zeit sind: Energie...
Pain